Zweite Internationale Konferenz für Jugend- und Erwachsenenbildung in Guatemala

Non-formale Erwachsenenbildung gewinnt in Guatemala an Bedeutung. Erst kürzlich hat das Land mit Unterstützung von DVV International ein eigenes Vizeministerium für außerschulische und alternative Bildung eingerichtet. Gemeinsam mit DVV International und der UNESCO hat das Bildungsministerium am 29. und 30. Oktober die 2. Internationale Konferenz für Jugend- und Erwachsenenbildung in Guatemala City mit mehr als 120 Teilnehmenden ausgerichtet.

Kolleginnen und Kollegen von DVV International mit dem Team des neu gegründeten Vizeministeriums für außerschulische und alternative Bildung in Guatemala

Non-formale Erwachsenenbildung gewinnt in Guatemala an Bedeutung. Erst kürzlich hat das Land mit Unterstützung von DVV International ein eigenes Vizeministerium für außerschulische und alternative Bildung eingerichtet. Gemeinsam mit DVV International und der UNESCO hat das Bildungsministerium am 29. und 30. Oktober die 2. Internationale Konferenz für Jugend- und Erwachsenenbildung in Guatemala City mit mehr als 120 Teilnehmenden ausgerichtet.

Themenschwerpunkte waren „Migration und Vielfalt“ und die Frage, wie ein außerschulisches Jugend- und Erwachsenenbildungssystem aufgestellt werden kann, das den diversen Lernbedürfnissen und Bildungsbedarfen einer heterogenen Bevölkerung gerecht wird.

Vielfalt und Migration sind Realität in allen Ländern Lateinamerikas. Andere Länder wie Bolivien, Mexiko, Peru und Chile haben bereits non-formale Erwachsenenbildungs-Strukturen als Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen von Vielfalt und Exklusion entwickelt.

Auf der Konferenz kamen nationale und internationale Expertinnen und Experten, Mitarbeitende des Ministeriums für Bildung sowie Vertreterinnen und Vertreter von zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um die neuesten Trends und Ansätze im Bereich der alternativen Bildung verschiedener Länder zu analysieren. Fachexpertinnen und -experten aus Peru, Ecuador, Dominikanische Republik und Bolivien sowie die Koordinatorin des Lateinamerikaweit aktiven Netzwerkes für Volksbildung (CEAAL) präsentierten Erkenntnisse aus Praxis und Forschung, beispielsweise zur Curricula-Entwicklung für  außerschulische Erwachsenenbildung oder zu Systemen für die Evaluierung und Anerkennung von Kompetenzen.

Für das Team des erst im September 2019 per Gesetz etablierten Vizeministeriums für außerschulische und alternative Bildung sowie die eingeladenen kommunalen Akteure waren die Erfahrungen und Präsentationen aus anderen Ländern ein großer Gewinn.

Große Fortschritte für die Erwachsenenbildung im vergangenen Jahr

Seit der ersten Konferenz im Jahr 2018 hat die Jugend- und Erwachsenenbildung in Guatemala mit Unterstützung von DVV International einen großen Sprung gemacht. Die guatemaltekische Gesetzgebung sieht nun die Existenz von zwei Subsystemen vor, einem Schulsystem und einem außerschulischen System. Ein Großteil der guatemaltekischen Bevölkerung wurde bisher vom Schulsystem gar nicht oder nur teilweise erreicht, hier soll das neue Subsystem greifen.

Es wurde ein nationales Fernstudienprogramm (PRONEA) für non-formale Bildung eingerichtet, ein außerschulisches Bildungs-, Informations- und Registrierungssystem (SIREX) etabliert und ein Zertifizierungssystem für Kompetenzen entwickelt, insbesondere auch für zurückkehrende Migrantinnen und Migranten.

DVV International unterstützt das Vizeministerium insbesondere bei der Fortbildung von Lehrpersonal und hat einen Fachaustausch mit dem Vizeministerium für alternative Bildung in Bolivien sowie dem nationalen Institut für alternative Bildung in Mexiko (INEA) initiiert. In den kommenden zwei Jahren wird DVV International zudem die Schaffung von zwei Modellzentren für non-formale Bildung in der Grenzregion Südmexiko/Guatemala unterstützen. Dadurch sollen insbesondere die vielen Migrantinnen und Migranten, die ihre Zielorte nicht erreicht und sich in der Grenzregion niedergelassen haben, Zugang zu Bildungsangeboten erhalten.

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