Einblicke in die Volkshochschulwelt - Armenische Studiengruppe besucht Deutschland

Auf Einladung von DVV International reiste eine Gruppe von zwölf armenischen Erwachsenenbildnerinnen und -bildnern vom 7. bis 10. Oktober 2019 zu einer Studienreise nach Deutschland, um sich über das System der Volkshochschulen sowie über deutsche und europäische Politiken und Konzepte der Erwachsenenbildung zu informieren.

Die Teilnehmenden der Studienreise zu Besuch im Aachener Rathaus

Auf Einladung von DVV International reiste eine Gruppe von zwölf armenischen Erwachsenenbildnerinnen und -bildnern vom 7. bis 10. Oktober 2019 zu einer Studienreise nach Deutschland, um sich über das System der Volkshochschulen sowie über deutsche und europäische Politiken und Konzepte der Erwachsenenbildung zu informieren.

Die Teilnehmenden vertraten bestehende und potenzielle Partner von DVV International in Armenien, darunter eine Reihe von Erwachsenenbildungszentren sowie zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich beispielsweise mit Museumspädagogik, Medienkompetenzen oder Frauenförderung befassen.

Die Studiengruppe besuchte drei Volkshochschulen (vhs Bonn, vhs Rhein Sieg, vhs Aachen) und lernte so verschiedene Standorte mit unterschiedlichen Zielgruppen und Bildungsprogrammen kennen. Die Teilnehmenden tauschten Erfahrungen mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen aus und erhielten Einblicke in das Funktionieren von Volkshochschulen, ihre Organisationsstrukturen und ihre Finanzierungs- und Bildungsprogramme.

Ein weiteres wichtiges Thema war der Aufbau eines nationalen Netzwerks, eines der Hauptziele des DVV-International-Programms in Armenien bis 2021. Als gutes Praxisbeispiel diente hier der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V.

Im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), im Aachener Rathaus und im Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) konzentrierten sich die Diskussionen auf Erwachsenenbildungspolitiken auf europäischer, bundes- und kommunaler Ebene sowie auf evidenzbasierte Erwachsenenbildungspolitik. Darüber hinaus bot ein Besuch im Haus der Geschichte in Bonn ein Beispiel dafür, wie man Geschichte durch Bildungsprogramme für Erwachsene kreativ und unkonventionell vermitteln kann.

Am Ende der Reise betonten die Teilnehmenden, wie wichtig es war, mehr über die Unterstützung der Volkshochschulen auf den verschiedenen Regierungsebenen – von der Gemeinde bis zum Bund – zu erfahren. Viele Mitglieder der Gruppe waren auch vom Konzept des „zweiten Bildungswegs“ in Deutschland beeindruckt und äußerten großes Interesse, in Zukunft noch mehr über die Entwicklung von Bildungsprogrammen von ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen zu erfahren.

DVV International in Armenien wird sein Engagement mit diesen Organisationen über ein Partnernetzwerk fortsetzen, das als Plattform für Erfahrungsaustausch, Kapazitätsaufbau und schließlich auch für die Lobbyarbeit für Erwachsenenbildung dienen wird.

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